Auswertung:
- Punktevergabe:
- Trage deine Antworten (1–7) für jede Aussage ein.
- Beachte, dass einige Antworten nicht mitgezählt werden. Diese dienen rein als Kontrollfunktion.
Das sind die Antworten: 3, 15, 19, 22, 25, 27, 29, 33 → NICHT in die Berechnung einbeziehen
- Trage deine Antworten (1–7) für jede Aussage ein.
- Berechnung der Skalenwerte:
- Bindungsangst (Angst) – BLAUE FELDER:
- Addiere die Punkte der folgenden Aussagen: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, 23, 26, 28, 30, 32, 34, 36.
- Addiere die Punkte der folgenden Aussagen: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20, 23, 26, 28, 30, 32, 34, 36.
- Bindungsvermeidung (Vermeidung) – PINKE FELDER:
- Addiere die Punkte der folgenden Aussagen: 1, 5, 7, 9, 11, 13, 17, 21, 24, 31, 35.
- Addiere die Punkte der folgenden Aussagen: 1, 5, 7, 9, 11, 13, 17, 21, 24, 31, 35.
- Kontrollfelder – GELBE FELDER:
- Werden NICHT gezählt: 3, 15, 19, 22, 25, 27, 29, 33
- Bindungsangst (Angst) – BLAUE FELDER:
Hinweis:
Der BoBi ist ein wissenschaftlich validiertes Instrument zur Erfassung von Bindungsstilen im Erwachsenenalter. Für eine detaillierte Analyse und Interpretation empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einer Fachperson im Bereich Psychologie oder Psychotherapie.
🔒 Sicherer Bindungsstil
„Ich bin okay, du bist okay.“
Wenn du diesen Stil hast, fühlst du dich in Beziehungen meistens wohl und sicher.
Du kannst Nähe zulassen, ohne deine Unabhängigkeit zu verlieren – und du kannst auch mit Distanz umgehen, ohne gleich in Angst oder Drama zu verfallen.
Du bist in der Lage, offen über Gefühle zu sprechen, ohne dich dafür zu schämen.
Du traust dir selbst und anderen zu, mit schwierigen Situationen umzugehen.
Kurz gesagt: Du bist beziehungsfähig – im besten Sinne.
Das heißt aber nicht, dass immer alles perfekt ist – sondern, dass du mit den natürlichen Höhen und Tiefen einer Beziehung stabil umgehen kannst.
🧲 Ängstlicher Bindungsstil
„Ich brauche dich – aber du ziehst dich zurück.“
Du sehnst dich nach tiefer, emotionaler Nähe – aber gleichzeitig hast du ständig Angst, verlassen zu werden oder nicht zu genügen.
Vielleicht machst du dir viele Gedanken:
Warum hat er nicht zurückgeschrieben?
Was, wenn er jemand anderen besser findet?
Was, wenn ich wieder verletzt werde?
Dein Nervensystem ist in ständiger Alarmbereitschaft. Du analysierst, grübelst, interpretierst.
Oft gibst du viel mehr in eine Beziehung hinein als dein Gegenüber – in der Hoffnung, dass er dich dann nicht verlässt.
Doch genau das kann ihn überfordern – und du fühlst dich am Ende erneut abgelehnt.
Der Kreislauf beginnt von vorn.
Wichtig: Diese Dynamik ist kein persönliches Versagen – sondern ein tief verankerter Schutzmechanismus aus früheren Bindungserfahrungen. Und sie lässt sich verändern.
🚪 Vermeidender Bindungsstil
„Ich will Nähe – aber nur unter Kontrolle.“
Du wünschst dir Liebe – aber du willst sie kontrollieren können.
Wenn dir jemand emotional zu nahe kommt, schaltest du unbewusst auf Rückzug.
Vielleicht wirst du dann plötzlich kritisch, fühlst dich eingeengt oder findest „Gründe“, warum es nicht passt.
Du bleibst lieber unabhängig, stark, souverän – denn so fühlst du dich sicher.
Tief im Inneren hast du möglicherweise die Überzeugung: Wenn ich mich ganz öffne, werde ich verletzt oder verliere mich selbst.
Stattdessen hältst du lieber Distanz – emotional, körperlich oder durch ständiges Hinterfragen.
Das ist verständlich. Aber diese Schutzstrategie kann dich langfristig von echter Nähe abschneiden.
Auch dieser Stil ist kein „Fehler“ – sondern eine erlernte Überlebensstrategie deines Nervensystems.
⚡ Desorganisierter Bindungsstil
„Ich will Nähe – aber sie macht mir Angst.“
Du fühlst dich innerlich zerrissen.
Ein Teil von dir sehnt sich nach Liebe, Geborgenheit, tiefer Verbindung – doch sobald jemand dir nahekommt, steigt in dir Panik oder ein Gefühl von Bedrohung auf.
Vielleicht sabotierst du Nähe, obwohl du dich danach sehnst.
Vielleicht erlebst du dich selbst als unberechenbar in Beziehungen – mal klammernd, mal kalt.
Du fühlst dich oft nicht verstanden – auch nicht von dir selbst.
Dieser Stil entsteht meist durch traumatische oder sehr widersprüchliche Beziehungserfahrungen in der Kindheit: Wenn Liebe nicht sicher war, sondern mit Schmerz, Angst oder Chaos verknüpft.
Die gute Nachricht: Auch dieser Stil ist veränderbar – mit Zeit, Körperarbeit und gezielter Begleitung.