Daddy Issues – So verzeihst du deinem Vater

daddy issues

Jeder Mensch hat einen Vater und eine Mutter, geht gar nicht anders. Wenn man dabei ist seine Lebensgeschichte aufzuarbeiten (weil man im Jetzt auf Schwierigkeiten hat) stößt man oft auf Probleme in der Kindheit. Meist wird die Beziehung zur Mutter durchleuchtet, welchen positiven oder negativen Einfluss sie auf die eigene Persönlichkeitsentwicklung hat. Was ist mit dem Vater? Spielt er so gar keine Rolle, ist er nur als Erzeuger wichtig? Hat er nur einen Einfluss auf uns, wenn er anwesend war? Das werden wir uns mal genauer anschauen.

Die erste männliche Bezugsperson

Wenn dein Vater anwesend war, dann war er die erste männliche Person in deinem Leben, die Du kennen gelernt hast. Die Art, wie er eine Beziehung mit dir als auch mit deiner Mutter hat, prägt dich für dein späteres Leben. Eine gute Vater-Tochterbeziehung ist die Basis für ein gesundes Selbstbewusstsein als Teenager und als erwachsene Frau. War dein Vater gar nicht anwesend und auch keine Ersatzperson, dann hattest Du sicher ein unbewusstes Gefühl, dass dir etwas fehlt. Spätestens im Teenageralter möchte man herausfinden, von wem man abstammt, wer der wirkliche Vater ist.

Kannst Du dich noch daran erinnern, wegen was dein Vater stolz auf dich war?

Selbst wenn er dich nur ein einziges Mal gelobt hat bin ich mir sicher, dass Du dir das gemerkt hast. Was für eine Wirkung! Gab es nur selten Lob, dann hat dies gravierende Auswirkungen. Frauen, die an ihrem eigenen Wert zweifeln haben deshalb Probleme, beim eingehen von Beziehungen. Zum einen können Bindungsängste vorhanden sein oder der Partner ist ablehnend und verletzend.

 

Daddy Issues: Was ist das?

Wenn ein Mädchen nach der Aufmerksamkeit und Nähe ihres Vaters vergeblich sucht, dann bleibt in ihr ein Gefühl von Einsamkeit und Verlassenheit hängen. Sie lernt, wie die Beziehung zu den männlichen Personen abläuft. Der Mensch ist unbewusst durch Erfahrungen „programmiert“. Man sucht innerlich nach denselben Erfahrungen und ähnlichen Menschen, die einen geprägt haben. So verwundert es nicht, dass sich das älter gewordene Mädchen nach einem Partner sucht, der ihrem Vater ähnlich ist. Der Drang bleibt bestehen: Sie möchte ihr Ziel endlich erreichen – die erwiderte Liebe und Wertschätzung des Mannes. Menschen sind Gewohnheitstiere, die vertraute Verhaltensweisen anwenden. Erst durch die Bewusstwerdung können neue Verhaltensweisen gelernt und Muster aufgelöst werden.

Im Teenageralter sind Mädchen mit einer schlechten Vater-Tochterbindung oft zerstörerischer mit sich selbst unterwegs. Sie neigen eher zu riskanten Verhaltensweisen wie Drogen nehmen, sind anfälliger für psychische Leiden und lassen sich viel zu schnell auf irgendwelche Typen ein, die ihr nicht gut tun. Von ihrer inneren Suche nach Liebe werden sie gedrängt und verkaufen sich unter ihrem Wert. Dieses Problem nennt man auch „Daddy Issues“ oder „Vaterkomplex“.  Was harmlos oder sogar lustig klingt, ist in Wahrheit sehr traurig.

 

Vaterkomplex: Das Problem

Selbst wenn ein Mädchen mit „Daddy Issues“ den tollsten Traummann gefunden hat, der total liebevoll und achtsam ist, kann er nicht das Loch in ihr füllen, das sich nach der Liebe des Vaters sehnt. Nur der Vater selbst kann das. Sie fängt an dem liebevollen Partner zu misstrauen, weil sie es überhaupt nicht gewohnt ist, dass ein Mann so gut zu ihr ist. Opfer werden zu Tätern. Unbewusst sabotiert sie die Beziehung und/oder überschüttet den Mann mit Liebe, weil sie versucht, seine Gunst zu verdienen. Durch das negativ geprägte Männerbild fängt sie auch an nur die Fehler und negativen Seiten an ihrem Partner zu sehen. Sie wertet ihn ab, weil sie nicht glauben kann, dass sie es wert ist geliebt zu werden. Und im schlimmsten Fall gerät sie an einen Mann, der sie emotional, körperlich, sexuell misshandelt.

Die Lösung

Keine Sorge, es gibt Hoffnung. Du bist nicht dazu verdammt ein unglückliches Leben zu führen, weil Du leider viele schlimme Sachen erlebt hast. Es ist nicht unbedingt notwendig, das Problem mit dem richtigen Vater zu lösen. In vielen Fällen ist er nicht dazu fähig oder es gibt keinen Kontakt mehr bzw. eine Vertrauensbasis fehlt, diese sensiblen Themen anzusprechen.

Um den Anfang zu machen, einen Schritt näher zur Heilung der Vaterwunde, empfehle ich dir diese Übung:

 

Übung: So vergibst du deinem Vater

  1. Nimm dir ein Foto von deinem Vater, das am besten aus der Zeit deiner Kindheit stammt. Wenn Du keines besitzt, dann suche dir ein Objekt, das dir hilft ihn dir vorzustellen.
  2. Betrachte das Foto/ den Gegenstand und erinnere dich bewusst an deine Kindheit. Ob die Gefühle negativ oder positiv sind, lass sie aufkommen.
  3. Versetze dich in die Position hinein, als Du noch ein kleines Mädchen warst. Sprich deine Vorwürfe, die Du gegen deinen Vater hast, laut aus. „Ich verachte dich…“, „Du hast mich allein gelassen…“, „Du hast mich dort nicht gelobt,…“

Du wirfst damit Ballast ab, der all die Jahre in dir brodelt. Du sagst ihm diese Sachen nicht ins Gesicht, also verletzt Du ihn nicht damit. Lass alles raus! Nimm dir die Zeit und lass dich von niemand stören. Du darfst wütend sein, weinen, dich schämen… alles ist erlaubt.

  1. Und jetzt betrachte wieder das Foto deines Vaters. Erinnere dich an die schönen Momente.
  2. Was konnte dein Vater gut? Wofür hast Du ihn geschätzt? Sprich diese Dinge auch alle laut aus. „Papa, ich danke dir für…“, „Ich liebe dich für…“
  3. Auch wenn Du dich noch nicht zu 100% danach fühlst, aber versuche auszusprechen, dass Du ihm vergibst, wenn Du schon so weit bist. Vergeben ist eine Entscheidung, das Gefühl stellt sich nach und nach ein. Sprich laut aus: „Ich verzeih’ dir, dass Du damals…“, „Du hast es nicht besser gewusst/gekonnt,…“ Du wirst spüren, dass sich ein Frieden in dir ausbreitet.


Beide Phasen sollten ungefähr gleich lang dauern. Nach der Übung ruhe dich aus und spüre in dich hinein, wie es dir jetzt geht. Diese Übung kannst Du immer wieder machen. Zusätzlich kannst Du dein Selbstwertgefühl immer mehr stärken. Und Du wirst sehen, dass Du plötzlich ganz andere Männer in deinem Leben vorfindest. Du wirst dich für einen entscheiden, der dir gut tut, weil Du Neues über dich und die Männer gelernt hast und nicht mehr verzweifelt nach Liebe da draußen suchen musst. Du hast die Quelle in dir entdeckt.

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Über Petra Fürst

Über Petra Fürst

Petra ist die Gründerin von Soulmate Coaching. Gleichzeitig ist sie NLP-Trainerin, Buchautorin, Diplomphysikerin und zweifache Mama.

Seit 2011 begleitet sie tausende von Frauen auf dem Weg in eine glückliche Beziehung mit ihrem Traummann — und zwar auf Live-Auftritten, in Seminaren, Workshops, intensiver 1-zu-1-Zusammenarbeit und natürlich über ihren YouTube-Kanal mit 80.000 Abonnenten und über 18 Millionen Video-Aufrufen.

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